Sonnenuntergang über der Flensburger Förde

Ein kleiner Ausflug zum Testen und Üben mit dem Fotoequipment

Mein Hauptbereich in der Fotografie ist die Landschaftsfotografie. Diesen Beitrag widme ich der Kategorie Sonnenuntergänge.

Sonnenuntergänge sind meiner Meinung nach ein schwierigerer Teil der Landschaftsfotografie, da hierbei das Wetter eine noch größere Rolle spielt. Wenn die Wolkendecke zu dicht ist, oder gar keine vorhanden sind, wirken die Bilder nicht. Erst die durch die untergehende Sonne angestrahlten Wolken kommt die einmalige Stimmung auf. Das funktioniert allerdings nur, wenn genügend Lücken zwischen diesen sind.

In der Bearbeitung wird letztendlich die Stimmung gesetzt. Werden Komplementärfarben genutzt, hat das Bild in der Regel eine warme und angenehme Stimmung. Wird eher in einem kleinen Farbbereich, wie zum Beispiel Blau mit ausgebrannter (weißer) Sonne gearbeitet, entsteht eher eine düstere Stimmung.

Warme Stimmung durch Grün/Orange Kombination
Das selbe Bild mit einem etwas kleineren Farbraum wirkt etwas düsterer

Auf der Suche nach dem perfekten Bild habe ich wieder verschiedene Experimente ausprobiert:

  • Gras im Vordergrund
  • Sträucher im Vordergrund
  • Langzeitbelichtung um das Wasser zu glätten
  • Kein Vordergrund, aber dafür ein gespiegelter Hintergrund

Ich habe dabei festgestellt, dass Gras aus einer flachen Perspektive sehr schön wirkt (siehe erstes Bild im Beitrag). Hierbei wird das Bild am Besten, wenn der Fokus auf dem Gras liegt und der Hintergrund eine leichte Unschärfe bekommt.

Ebenso wirken Bilder durch Zweige oder umrahmt von viel Blattwerk sehr schön, wenn die Sonne mittig positioniert ist. Ich habe hierbei bewusst den goldenen Schnitt ignoriert.

Für die Glättung des Wassers habe ich einen ND-Filter benutzt um die Belichtungszeit auf 30 Sekunden zu erhöhen. Ich musste allerdings feststellen, dass diese Bilder eher verwaschen und unschön wirkten. Derartige Bilder werden mit Sicherheit bei mehr Helligkeit, und einem Objekt, dass den Blick auf sich zieht, besser wirken.

Für Bilder ohne Vordergrund, aber mit gespiegelten Hintergrund, habe ich ein kleines Waldstück auf einer kleinen Landzunge ausgesucht. Ich finde diese Bilder nicht schlecht, aber es fehlt noch der richtige Pepp. Hier wäre eher ein sich im Wasser spiegelnder Mond noch eine schöne Ergänzung.

Der gespiegelte Wald wirkt nett, aber es fehlt noch der richtige Pepp

Das für mein Empfinden schönste Bild ist ein Schnappschuss den ich von einer Windmühle geschossen habe. Wie so oft sind es die eher ungeplanten Dinge..

Mühle Charlotte auf der Geltinger Birk

Letztendlich war die Foto – Tour recht erfolgreich. Die Geltinger Mücken sind satt, ich habe ein paar weitere nette Bilder mehr im Portofolio und mein Backpack hatte seinen ersten Ausflug.

Der Tarion PB-01 (ich berichtete: https://www.helios-arts.de/2019/05/29/tarion-pb-01-kamerarucksack/) saß angenehm und hat die Last des Equipments nahezu komplett von den Schultern genommen. Die separate Kameratasche macht noch etwas Probleme bei der Anbringung und die oberen Gurte der Schulterbügel knarzten leicht, aber nicht störend (derartiges habe ich bereits in anderen Blogs gelesen). Auch störte es, dass ich das Backpack relativ häufig abnehmen musste, da ich das Equipment noch nicht ideal verteilt hatte. Hierüber, und über das richtige Packen, werde ich allerdings in einem weiteren Beitrag berichten.

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